Insider: Den digitalen Trends auf der Spur

Reinhard Wrchlavsky ist ein Mann der ersten Stunde. Noch ehe LEW TelNet vor 20 Jahren gegründet wurde, beschäftigte er sich mit dem Einsatz neuer Datentechniken bei den Lechwerken. Vieles hat sich seitdem verändert. Außer seiner Neugier auf spannende Zukunftsthemen: Als Leiter des Produkt- und Prozessmanagement arbeitet Wrchlavsky heute daran, die Basis für die digitale Transformation in der Region mit aufzubauen und die passenden Produkte zu entwickeln. 

 

Reinhard Wrchlavsky ist jemand, der nach vorne schaut. Und stets mehr wissen will. Zum Beispiel, wie wir künftig mit Daten umgehen werden. Wie wir diese schützen. Und wie wir sie – auch im Sinne der Industrie 4.0 – noch besser vernetzen. Bei LEW TelNet sind Wrchlavsky und sein Team dafür zuständig, dass den Kunden die nötige Infrastruktur zur Verfügung steht, die sie in Zeiten der Digitalisierung benötigen. Denn die kann nur funktionieren, wenn stabile Datennetze und ausreichend Bandbreiten zur Verfügung stehen. Was es dafür braucht? „Flächendeckende Glasfasernetze“, sagt Wrchlavsky. „Und das schnellstmöglich bis zu jedem Haus.“ Sehr große Datenmengen lassen sich nämlich nur über dieses Medium in kürzester Zeit und mit hoher Qualität übertragen.

Leistungsfähige Glasfasernetze seit 40 Jahren

Inzwischen reicht das Glasfasernetz von LEW TelNet bereits in alle Wirtschaftszentren der Region. Trotzdem bleibt Wrchlavsky ungeduldig. „Wir benötigen weitverzweigte Glasfasernetze möglichst schnell, damit unsere Region auch im internationalen Digitalisierungswettbewerb mithalten kann. Nur geht die Umsetzung leider nicht von heute auf morgen.“ Glasfaserkabel müssen mit viel Aufwand verlegt werden. Dazu sind umfangreiche Bauarbeiten erforderlich. Ein Vorteil der LEW TelNet: Schon vor über 30 Jahren setzte man auf das Medium – damals noch bei LEW, welche über das Netz die Stromversorgungsanlagen steuerte. Früh begann man dort, Glasfaserkabel auf Hochspannungsleitungen und in der Erde zu verlegen. Heute sei man vielen anderen Regionen dadurch ein kleines Stück voraus, meint Wrchlavsky. „Ein Glasfasernetz wie unseres, gut ausgebaut und unabhängig von der Telekom – das ist so nicht überall gegeben.“

Kunden bei der digitalen Transformation unterstützen

Auf dieser Basis denken Wrchlavsky und sein Team für die Kunden weiter. Die Digitalisierung schreitet rasant voran, sie wirft neue Fragen auf und schafft Bedarfe, die es bislang so nicht gab. Wohin mit all den Daten, die den heimischen Server sprengen würden? Wie für mehr Sicherheit sorgen? Wrchlavsky und sein Team beobachten diese Technologie-Entwicklungen und Markttrends genau. Und sie setzen sie um: egal ob Cloud-Anwendungen, Rechenzentrums-Dienstleistungen oder Angebote zur IT-Sicherheit. „Unsere Kunden schätzen, dass sie bei der digitalen Transformation von uns mit verlässlichen und leistungsfähigen Produkten und Diensten unterstützt werden.“ Die LEW TelNet hat sich so im Laufe der Jahre gewandelt: vom reinen Infrastrukturdienstleister zum Lösungsanbieter. „Die Kunden bekommen heute von LEW TelNet Services aus einer Hand“, sagt Wrchlavsky. Und was dürfen die Kunden künftig erwarten? Wohin wird die Reise gehen? „Wenn Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen die Industrie erobern, wenn Maschinen in smarten Fabriken untereinander und mit der Cloud Daten austauschen – dann ist eine leistungsfähige, hochverfügbare Infrastruktur wichtiger denn je.“

20 Jahre LEW TelNet: Mitwachsen mit technologischen Entwicklungen

Für Wrchlavsky und sein Team scheint heute vieles möglich. Zu rasant war die Entwicklung in den vergangenen 20 Jahren, um überhaupt noch irgendetwas in Zweifel zu ziehen. Schon als der heute 54-Jährige 1994 bei den Lechwerken (LEW) einstieg, war das Team der Fachabteilung Informationstechnik stark an neuen Themen dran. Es kümmerte sich um die ersten Datennetze, plante das eigene Kupfer- und Glasfasernetz und stellte sicher, dass die Technik reibungslos funktioniert. Als sich Mitte der 1990er die Liberalisierung des Telekommunikationsmarkts in Deutschland abzeichnete, sah das ITK-Team eine neue Chance. „Wir hatten Netze für Nachrichten- und Datenübertragung sowie das Wissen, diese effizient und hochverfügbar zu betreiben“, sagt Wrchlavsky. „Was lag näher, als auch Unternehmen, Behörden oder anderen Telekommunikations-Anbietern solche Dienste bereitzustellen?“ Mit der Gründung von LEW TelNet im Jahr 1997 begann für Wrchlavsky eine aufregende Zeit. Neue Kunden, zusätzliche Aufgaben, weitere Geschäftsfelder. „Es war spannend, etwas völlig Neues mit aufbauen zu können“, sagt er. Die Herausforderung damals wie heute: mit den technologischen Entwicklungen kontinuierlich mitwachsen. Die eigenen Stärken kultivieren und ausspielen. Und vor allem: weiterhin neugierig bleiben.