Mit Gigabit-Netzen bereit für die Zukunft

Schon mal was von Exabytes gehört? Oder von Zetta- oder Yottabytes? Nein. Macht nichts. Alles Zukunftsmusik, Maßeinheiten für ferne Zeiten. Möchte man meinen. Wobei, so ganz weit weg ist diese Zukunft nicht mehr. 2020, so schätzen Experten, werden wir sie erreicht haben, die 40-Zettabyte-Marke. Zur Einordnung: Ein Zettabyte entspricht einer Billion Gigabytes. Das wären mehr als 5000 Gigabyte für jeden Bewohner unseres Planeten. So groß soll sie dann sein, die Datenmenge, die weltweit gespeichert ist: Bilder, Filme, GPS-Informationen, Daten aus Sensoren, Suchverläufe im Internet, eben all die Spuren und Informationen, die wir in der digitalen Welt hinterlassen. Freiwillig oder nicht. Und viele dieser Daten werden wir verschicken, austauschen, herunterladen, teilen. Schätzen die Marktbeobachter von IDC und der IT-Konzern DellEMC. Gigantische Mengen, die durch unsere Netze rauschen werden.

Und was hat das mit LEW TelNet und Bayerisch-Schwaben zu tun? Sehr viel. Denn wer angesichts dieser Datenflut nicht abgehängt werden will, wer als Unternehmen oder attraktiver Standort weiter mitmischen und wettbewerbsfähig bleiben möchte, der muss sich rüsten. Die Basis dafür ist ein stabiles, leistungsfähiges Netz – ein Glasfasernetz. Und genau dafür sorgt LEW TelNet.

Seit mehr als 20 Jahren gehört der Ausbau der Breitbandinfrastruktur zum Kerngeschäft des Telekommunikationsspezialisten. Das Zukunftsnetz mit Bandbreiten im Gigabit-Bereich ist dank LEW TelNet in vielen Versorgungsgebieten längst Realität. Seit Kurzem auch in Krumbach. 

In Krumbach ist das Zukunftsnetz schon Realität

Den rund 50 ansässigen Firmen im Gewerbegebiet im Norden der 12.500-Einwohner-Stadt im Landkreis Günzburg steht nun ein Breitbandnetz zur Verfügung, über das Internetanschlüsse mit einer Geschwindigkeit von bis zu fünf Gigabit pro Sekunde umgesetzt werden können. Glasfaserkabel wurden dafür bis zu jedem Grundstück verlegt – insgesamt 1.500 Meter neue Leitungen. Für die Unternehmen ist diese Infrastruktur die Basis, um die Vorteile der Digitalisierung optimal auszuschöpfen. Sie können nun von Anwendungen wie Online-Backups, Cloud-Services oder Internet-Telefondiensten profitieren. Gerade viele produzierende Betriebe sind in Zeiten der Industrie 4.0 auf leistungsstarke und ausfallsichere Anbindungen an schnelle Netze angewiesen. LEW TelNet sorgt genau dafür.

Schon vor über 30 Jahren die ersten Glasfasern verlegt

Der Telekommunikationsspezialist setzt dabei auf einen stetigen Ausbau seiner Netze – und zwar mit neuester Technik und auf Basis von Glasfaserverbindungen. Der Energieversorger LEW selbst investierte in die Technologie, um seine Umspannwerke und Trafostationen mit einer eigenen Infrastruktur sicher und störungsfrei zu vernetzen. Mit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes gründete er 1998 ein Tochterunternehmen, die LEW TelNet, um das bestehende Netz auch externen Kunden zu öffnen.

Heute, knapp 20 Jahre später, umfasst die Infrastruktur von LEW TelNet 3.500 Kilometer in Bayerisch-Schwaben und Teilen Oberbayerns – der größte Teil davon, ganze 2.500 Kilometer, besteht aus Glasfaserkabeln. Schon 31 Gewerbegebiete in der Region können mit Gigabit-Anschlüssen versorgt werden. Und es wird weiter gebaut und optimiert. Jedes Jahr kommen einige hundert neue Hausanschlüsse hinzu, das Glasfasernetz wächst stetig. „Wir investieren damit in das Netz der Zukunft“, sagt Reinhold Kruck. Er ist im Network Management Center von LEW TelNet für die Übertragungstechnik zuständig. Und er weiß, dass TelNet damit Maßstäbe setzt.

Zwischenlösungen: alles andere als zukunftsträchtig

LEW TelNet setzt ganz bewusst auf Glasfaserleitungen bis zu jedem Endkunden.  „Glasfaserleitungen sind zwar aufwendiger zu verlegen, bieten aber die höchsten Bandbreiten und schnellste Datenübertragung – egal, ob mitten in der Stadt oder in einem Gewerbegebiet auf dem Land“, erklärt Kruck. Und anders als technische Zwischenlösungen wie Vectoring, mit dem die Datenübertragung über herkömmliche Kupferleitungen noch etwas weiter beschleunigt werden kann, sind Glasfaserleitungen auch zukunftsfähig. Das ist  mit Blick auf die wachsenden Datenmengen, die über unsere Netze transferiert werden, ein gewichtiges Argument. 

Daten werden per Laser übertragen

Glasfaser-Leitungen sind Bündel feinster Glasfasern. Anders als bei Kupferkabeln sorgen hier keine Elektronen für den Datentransfer, sondern Photonen. Einfacher ausgedrückt: Die Daten werden per Lichtsignal weitergegeben. Das hat den Vorteil, dass sehr große Datenmengen über weite Strecken übertragen werden können. Bei Kupferkabeln dagegen verliert das Elektronen-Signal aufgrund des hohen Leitungswiderstands schnell an Stärke. Die Folge: Mit dem zunehmenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur ist die Surfgeschwindigkeit in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert.

Als die Bandbreiten explodierten

Christian Bracharz, der als Projekt Consultant bei LEW TelNet Kunden bei der Umsetzung von Breitband-Projekten unterstützt, erinnert sich noch selbst an seinen ersten Internetanschluss, etwa zur Jahrtausendwende, als Bandbreiten von bis zu zwei Megabit pro Sekunde (Mbit/s) als völlig ausreichend galten. Heute ist das politische Ziel, jedem Haushalt Bandbreiten von 50 Mbit/s zu ermöglichen. Und in der Forschung redet man bereits von 100 Gigabit pro Sekunde und mehr. Alles auf der Basis von Glasfaserleitungen. Und ist ein Ende dieser Entwicklung in Sicht? Nein. Die beiden Experten von LEW TelNet, Reinhold Kruck und Christian Bracharz, können jedenfalls keines entdecken. „Was sich in den vergangenen 20 Jahren getan hat, war enorm“, sagt der der Übertragungstechniker Kruck. „Das hätte wohl niemand so erwartet.“ Und doch sei auch heute noch Spielraum vorhanden. Besonders bei der Übertragungstechnik tue sich viel. „Bei uns herrscht nie Stillstand“, sagt Kruck.