Nicht nur Technik im Kopf

Wer Markus Geisler beruflich treffen will, macht sich am besten erstmal auf nach Neusäß, in die Zentrale von LEW TelNet. Technik-Gebäude, Erdgeschoß, zweite Türe rechts – hier sitzt er, der Leiter des Bereichs Colocation und Server. Allerdings nur manchmal. Denn Markus Geisler zieht es ganz gerne hinaus aus dem Büro und hinein ins Rechenzentrum von LEW TelNet. „Ich brauche diesen Wechsel zwischen Büro und Praktischem“, sagt Geisler. Er will wissen, was sich tut, dranbleiben an den Entwicklungen, der Technik. Eine Leidenschaft, die den heute 44-Jährigen seit jeher begleitet. „Nur so kann ich unsere Kunden optimal beraten.“

 

 

Markus Geisler ist als Leiter des Bereichs Colocation und Server mit seinem Team dafür verantwortlich, dass im Rechenzentrum alles reibungslos läuft, dass den Kunden eine sichere Infrastruktur zur Verfügung steht und dass die Serversysteme zuverlässig funktionieren. Sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Hier, wo entlang meterlanger Flure deckenhohe Schränke stehen, vollgepackt mit jeder Menge Technik. Wo Alarmanlagen und Videoüberwachung signalisieren: Hier steckt Wichtiges drin. Hier fühlt sich der Diplom-Informatiker zuhause.

 

Parallel treibt er von seinem Schreibtisch aus die Entwicklung von LEW TelNet im Bereich Cloud-Computing weiter voran. Er sucht mit seinen Kollegen nach Lösungen für komplexe Kundenanforderungen, feilt mit dem Vertrieb an neuen Produkten, kümmert sich um Zertifizierungen und hat bereits den weiteren Ausbau des Colocation-Bereichs im Hinterkopf. Das Geschäft laufe gut, sagt Geisler. „Die Nachfrage ist enorm.“

 

2004 hatte LEW TelNet das Rechenzentrum eröffnet. Kunden können seitdem die sichere Hochleistungs-Infrastruktur, die das Unternehmen im Augsburger Norden betreibt, nutzen, um beispielsweise eigene Serverkapazitäten dorthin auszulagern. Was anfangs als unternehmensinterne Lösung gedacht war, ist in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt gewachsen und immer weiter ausgebaut worden. Demnächst könnte ein neuer Colocation-Abschnitt folgen. Denn klar ist: Der Trend geht in Richtung Cloud-Lösungen. Immer mehr Kunden fragen Kapazitäten im Rechenzentrum von LEW TelNet nach. Weil modernes Arbeiten heute flexible Möglichkeiten erfordert, weil der Anspruch an Sicherheit und Datenschutz oft nur von Experten gewährt werden kann und weil es in vielen Fällen für die Unternehmen einfach günstiger ist, sich Stellplatz, Speicherplatz oder Rechenleistung zu mieten.

 

Markus Geisler hat diese Entwicklung von Anfang an begleitet. Seit 1999 ist er bei LEW TelNet, anfangs zuständig für Netzwerk-Infrastruktur und Server, ist er heute in vielfältige, mitunter komplexe Kundenprojekte eingebunden. Geisler ist studierter Informatiker. „Als ich in den 1990ern mit dem Studium begonnen habe, sind wir noch als Nerds belächelt worden“, erzählt er. Heute, in Zeiten, in denen die Digitalisierung nahezu alle unsere Lebensbereiche erfasst hat und nach immer neuen Lösungen verlangt, sind Leute wie Markus Geisler gefragt wie nie. „Unsere Disziplin ist mitten in der Gesellschaft angekommen.“

 

Für Geisler eine spannende Entwicklung. Schließlich gehe es beim Thema Digitalisierung längst nicht mehr nur um technische Lösungen alleine, so der 44-Jährige. Es gehe um die Frage, wie die digitale Transformation unser Leben, unsere Gesellschaft verändere. Wenn beispielsweise Roboter menschliche Tätigkeiten übernehmen, wenn Fahrzeuge autonom über die Straßen rollen und künstliche Intelligenz uns das Denken abnimmt. Themen, mit denen sich der Experte auch privat viel befasst. „Ich finde es wichtig, dass wir bei aller Begeisterung für die Technik auch die Folgen hinterfragen“, sagt der Diplom-Informatiker.